Deutsch
English
Français
Donnerstag, 23. Mai 2013
StartseiteAktuellesTourist InformationGästebuchKontaktSitemapLogin
  • Rathaus & Politik
      • Stadtinfo
      • Tourismus
      • Marktplatz
      • Kultur & Freizeit
      • Service

          Erntefest

          ... in Bad Sooden-Allendorf

          Hier geht es zum Film

          Zur Geschichte des Erntedank- und Heimatfestes in Bad Sooden – Allendorf

           

          Ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungskalender Nordhessens ist das Erntedank – und Heimatfest in Bad Sooden-Allendorf im Werra-Meissner-Kreis, welches alljährlich am 3. Augustwochenende in den Straßen und auf den Plätzen der herrlichen Altstadt im Stadtteil Allendorf und auf dem „ Franzrasen“, unserem auf einer Werrainsel herrlich gelegenen Festplatz, gefeiert wird. Seit der Geburtsstunde dieses Festes am 12.August 1858 finden sich nicht nur die Bewohner Bad Sooden-Allendorfs zu den Feierlichkeiten ein sondern neben den zahlreichen Besuchern und Gästen aus nah und fern zieht es besonders ehemalige „Allendorfer“ aus aller Welt immer wieder in die Heimat zurück. Die Besonderheit dieses Festes findet sich nicht nur im unvergleichlichen Schmuck der Häuser, Straßen und Plätze, sondern hier pflegt man die angestammten Traditionen wodurch sich der Festablauf bis auf wenige kleinere Veränderungen seit nunmehr 148 Jahren bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten hat. Gerade die unglaubliche Unterstützung durch die Bevölkerung, heute wie auch schon vor über 145 Jahren, macht dieses Fest zu einem besonderen Ereignis. Was der Besucher hier an handgemachten Erntekronen, Girlanden und sonstigen Dekorationen sehen kann, lässt sich mit Worten kaum beschreiben. Neben einem Meer von blau-roten Wimpeln und Fahnen, dieses sind die offiziellen Farben des Allendorfer Stadtwappens, finden sich unzählige kleine Kunstwerke aus Getreide und Stroh. Fast jeder Bürger beteiligt sich bei der Verzierung der Häuser, Straßen und Plätze.

          Den Mittelpunkt des Festes bilden bis heute der prächtige Erntekranz und die Erntekrone, welche von den Erntekranzträgern und den sie begleitenden Ehrendamen in festlichen Umzügen durch alle Straßen und Gassen der Stadt getragen werden. Mit dem Wahlspruch „ Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich “ sollen diese Symbole die Menschen nicht nur erfreuen, sondern sie auch an den Dank für Gottes Gaben erinnern. Auch im heutigen Zeitalter der Computer und der schnelllebigen Hektik unserer Gesellschaft, angesichts der mannigfaltigen Zerstreuungsmöglichkeiten durch Internet und andere Medien, das Erntedank – und Heimatfest hat nichts von seiner Anziehungskraft und seiner Wirkung auf alle, die es erleben, verloren. Es ist und bleibt der Jahreshöhepunkt für alle Erntefestler und Besucher und man spürt eine besondere Stimmung unter den Menschen. Ein jeder ist etwas freundlicher, man setzt sich zusammen und genießt es, in diesen fünf Festtagen mal alle Sorgen beiseite schieben zu können.

          Mit dem Straßenfest am Freitag Abend beginnen die tollen Tage und überall in der Altstadt trifft man auf  Bekannte oder lernt neue Menschen kennen, man erfreut sich an den Buden und Ständen der Straßengemeinschaften und kann sich mit allerlei Speisen und Getränken aus heimischer Erzeugung versorgen lassen.

          Am Sonnabend beginnen die Feierlichkeiten auf dem besonders festlich geschmückten Marktplatz mit verschiedensten musikalischen Darbietungen heimischer Vereine und regionaler Musik – und Tanzgruppen im Rahmen eines volkstümlichen Nachmittages. Begleitet von  Festkapelle und Spielmannszug treffen dann der Erntekranz und die Erntekrone zum ersten mal unter der riesigen Marktkrone und den von Hand gewickelten Getreidegirlanden ein, und das Fest wird vom Bürgermeister und dem Vorsitzenden des Erntefestausschusses feierlich eröffnet. Mit einbrechender Dunkelheit versammeln sich hunderte Bewohner mit Lampions und Fackeln zu einem weiteren Höhepunkt, dem Fackelzug mit anschließender Illumination des Stadtgrabens und desWerraufers „ Klein Venedig“. Hierzu strömen tausende Besucher in die Parkanlagen und bewundern die unzähligen Kerzen und das Lichtermeer oder erfreuen sich an der liebevollen Gestaltung des Fischerstades und beim Zapfenstreich der Festkapelle wird es nochmals besonders feierlich. Zeitgleich öffnen sich auf dem nahe gelegenen Festplatz zum ersten mal die Buden und Karussells und auch im großen Festzelt beginnt das Erntefest mit Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Das Zentrum des „ Franzrasens “ bildet das restaurierte Musikhäuschen mit dem von hohen Lindenbäumen umgebenen Tanzplatz , auf dem, wie schon vor über 145 Jahren, die Festkapelle das berühmte „ Allendorfer Triolett “ spielt. Dieser traditionelle Tanz, den man übrigens in wenigen Minuten erlernt,  wird von Generation zu Generation weitergegeben und hier vergnügen sich Jung und Alt in nimmermüder Tanzlaune. Auch wenn spät in der Nacht die Symbole des Festes , Kranz und Krone, zurück zum Rathhaus gebracht werden, spielt die Festkapelle noch etliche Male auf dem nächtlichen Marktplatz das Triolett. Bereits am Sonntagmorgen kündigt sich ein weiterer wichtiger Bestandteil des Festes an, der gemeinsame Kirchgang mit Festgottesdienst in der St. Cruciskirche. Nach diesem traditionellen Gottesdienst marschieren alle Vereine und Verbände mit Ihren Fahnen und Wappen hinter dem Erntekranz und der Erntekrone zurück zum Marktplatz um sich auf den großen Festzug am Sonntagmittag vorzubereiten. Beim Platzkonzert der Festkapelle erfrischt man sich nicht nur an den kühlen Getränken sondern in nahezu allen Allendorfer Familien gibt es das „ Spanisch Fricco “ als kräftige kulinarische Erntefestspezialität. Dieses, in einer Wasserbadform zubereitete deftige Mahl besteht aus Schichten von Schweine – und Rindfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und vor allem frischem Pfeffer. Der genaue Ursprung dieser traditionellen Erntefestspeise ist nicht bekannt, aber durch eine Garzeit von 2,5 – 3,5 Stunden bietet es auch den Hausfrauen die Möglichkeit am Erntefestgottesdienst teilzunehmen. Derart gestärkt versammelt man sich am Sonntagnachmittag zum großen Festumzug. Dieser ist mit seinen bis zu 130 Motivwagen, Fußgruppen und Musikkapellen über die Grenzen des Werra-Meissner-Kreises hinaus bekannt und daher bevölkern tausende von Besuchern die Straßen der Stadt. Wenn der Umzug sich dann auf dem Festplatz auflöst steht der Franzrasen in voller Blüte und die Schausteller und Wirte haben alle Hände voll zu tun um den Besucherandrang zu bewältigen. Eine weitere Tradition lässt nicht lange auf sich warten, und man versammelt sich rund um das Tanzhäuschen zur großen Polonaise. Bis zu 160 Paare bewegen sich zur Musik der Festkapelle unter den Schatten spendenden Lindenbäumen und bewegen sich nach überlieferten Schrittfolgen unter den Augen der vielen Zuschauer. Gegen Abend geht es wiederum mit den Erntefestsymbolen Kranz und Krone zurück auf den Marktplatz, wo, wie könnte es anders sein, erneut das Triolett seine Tänzerinnen und Tänzer zum Schwitzen bringt. Zur langen Weile bleibt keine Zeit, denn beim Tanz im Festzelt und auf dem Festplatz geht es bereits weiter und zum krönenden Abschluss wird zu nächtlicher Stunde ein weiteres Mal der Marktplatz von den „ Triolett-Rufen“ beherrscht.

          Bereits in den frühen Morgenstunden des Erntefestmontags werden unsere Mitbürger durch die Festkapelle und den Spielmannszug in musikalischer Form wachgerüttelt, um das traditionelle Festfrühstück im großen Zelt nicht zu verpassen. Hier treffen sich alle Einwohner, Vereine, Gruppen und auch Familien zum gemeinsamen Frühstück und lassen sich die „ Ahle Wurscht “ aber auch das schon genannte Spanisch Fricco nach Herzenslaune schmecken. Während vormittags die Kinder der Stadt auf dem Tanzplatz belustigt werden, können die Allendorfer hier Ihre Erntefestkondition unter Beweis stellen, denn der Montag ist der längste Tag beim Erntefest, gilt es doch wiederum bis in die frühen Morgenstunden auf dem Festplatz das Tanzbein zu schwingen und sich nach allen Künsten auszutoben. Abwechslung bietet hierbei wiederum eine Polonaise am Nachmittag und auch der Rückmarsch mit Triolett zum Marktplatz in der Nacht darf nicht fehlen.

          Mit dem Dienstag beginnt der letzte Tag unseres Erntedank – und Heimatfestes. Am Nachmittag treffen sich alle Senioren unserer Stadt im Festzelt um ebenfalls nochmals Teil der Erntefest-gemeinde zu sein und die Schausteller laden zum Besuch mit verbilligten Eintrittspreisen beim Familiennachmittag ein, bevor am Abend für alle zum letzten mal zum Tanz gebeten wird. Mit einem großen Feuerwerk klingt dann das Fest nach fünf Tagen voller liebevoller Traditionen, voller Spaß und Freude für Groß und Klein und voller Vorfreude auf das kommende Erntedank – und Heimatfest aus.

           

          Mehr Informationen und viele Bilder unter : www.erntefest.de

           

          Online buchen!

          Download


          Veranstaltungen

          Erholen & Entspannen - WerratalTherme

            

          DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen

          Wetter

          © 2006 WACON Internet GmbH - alle Rechte vorbehalten